Erfahrung der letzten 2 Jahre

Veröffentlicht von

Jetzt, wo die Nestbau-Saison vor der Tür steht, möchte ich meine Erfahrung in Bezug auf mögliche Gefahren im Nistkasten hinweisen. In den 2 Jahren, in denen es in meinen Kamera überwachten Nistkästen zum Nestbau und zur Aufzucht der Jungen kam, ging nicht alles glatt. Einige Komplikationen, die auftreten können, sind, wie oft, von Menschenhand verursacht. 2 Beispiele, die bei mir ursächlich für Probleme waren, möchte ich hier kurz erläutern:
– Im ersten Jahr verendete die Brut von 8 Küken innerhalb einer Nacht. Wie sich im nachhinein heraus gestellt hatte, war die Ursache vermutlich ein Teelicht. Und zwar hatten Elstern in der Nachbarnschaft ein Teelicht von einer Terrasse geklaut und bei mir im Garten fallen lassen. Die Meisen habe das Teelicht entdeckt und leider das Wachs daraus an die Jungvögel verfüttert. Wie das Teelicht aussah, als ich es gefunden hatte, siehe unten…
– Im 2. Jahr, also letztes Jahr, war das hauptsächliche Problem ungeeignetes Nistmaterial. Und zwar sind das Problem lange Fäden, die mit im Nest verbaut werden. Darin hatte sich einmal einer der Altvögel verheddert und auch zwei Jungen hatten sich in den Fäden derart verfangen, das sie schlussendlich verendet sind. Lange habe ich mich gefragt, woher dieses ungeeignete Nistmaterial gekommen ist, bis ich darauf gekommen bin. Und zwar habe ich ein paar junge Bäume bei mir an Stützpfählen fest gebunden und habe dazu, wie allgemein üblich, Seil aus Kokosfaser verwendet. Dieses Seil wird von den Meisen zerrupft und einzelne Fäden daraus als Nistmaterial verwendet. Eine verhängnisvolle Entscheidung.

Ich wollte hier einfach einmal aufzeigen, wie kleine Dinge, die wir völlig unbewusst tun, in der Natur eine große Auswirkung haben können. Wer weitere Beispiele für so etwas hat, kann sie gerne hier posten. Nur so kann man solche Dinge bewusst vermeiden.

Teilen:

Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .