Es ist jedes Jahr aufs Neue ein faszinierendes Schauspiel: Sobald die ersten Frühlingsgefühle in der Natur erwachen, wird es in unseren Nistkästen lebendig. In den letzten Tagen konnten wir beobachten, wie unsere Kohlmeisen-Dame mit vollem Einsatz an ihrer Kinderstube gearbeitet hat.
Schwerstarbeit im Schnabel
Der Nestbau ist für so einen kleinen Vogel eine echte Mammutaufgabe. Zuerst wird das Fundament gelegt: Unmengen an Moos wurden herbeigeschleppt, um den Kasten weich und isolierend auszupolstern. In der finalen Phase wurde es dann richtig flauschig. Tierhaare und feines Polstermaterial standen auf dem Plan, um die perfekte Nestmulde zu formen.
Obwohl ich an verschiedenen Stellen im Garten spezielle Spender mit geeignetem, sicherem Nistmaterial bereitgestellt habe, hat die Meise ihren eigenen Kopf. Sie hält die (teils sehr langen) Tierhaare wohl für deutlich besser geeignet und zieht diese meinen Angeboten vor. Das sieht zwar gemütlich aus, birgt aber leider das Risiko, dass sich die späteren Küken darin verfangen könnten. Wir behalten das Nest daher genau im Auge, hoffen aber, dass die Natur hier alles richtig macht!
Aktueller Stand: Die erste Übernachtung
Die Kohlmeise hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Sie übernachtet nun regelmäßig im Nistkasten. Das ist oft der finale Hinweis darauf, dass das Nest fertig ist und sie sich sicher genug fühlt, den Kasten als festes Quartier zu beziehen. Wer den Livestream verfolgt, kann sehen, wie sie sich abends wie ein kleiner Federball in die Mulde kuschelt.
Warten auf das erste Ei
Obwohl sie nun schon „eingezogen“ ist, lässt das erste Ei noch auf sich warten. Das ist völlig normal – oft legen die Meisen erst los, wenn auch die Witterung und das Nahrungsangebot perfekt passen. Wir blicken also jeden Morgen gespannt auf den Bildschirm: Liegt heute vielleicht das erste kleine Wunder im Nest?
Sobald sich etwas im Gelege tut, erfahrt ihr es natürlich sofort hier im Blog oder direkt im Live-Stream.
Bleibt dran!
